Berlin, du bist so wunderbar

Berlin ist nicht nur Deutschlands größte Stadt, sondern auch eine der Städte, die nie zur Ruhe kommen, in denen immer was los ist. Tagsüber Sightseeing und Kultur, abends Feiern und Kultur.

Regierungsviertel

Kuppel im Reichstagsgebäude
Kuppel im Reichstagsgebäude

Das Zentrum von Berlin und die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten lassen sich gut bei einer Erkundungstour zu Fuß entdecken. Ausgangspunkt könnte beispielsweise der Hauptbahnhof (oder auch der Bahnhof Friedrichstraße) sein.

 

Am Haupteingang vom Hauptbahnhof aus sieht man schon die kleine Fußgängerbrücke, die über die Spree führt und quasi direkt auf Reichstagskuppel und Bundeskanzleramt zu. Zur Rechten sieht man von hier aus die Moltkebrücke, die 1888 erbaut wurde und sehr auffällig mit dem roten Sandstein daher kommt.

Haus der Kulturen der Welt
Haus der Kulturen der Welt

Die Spree macht hier einen Bogen, dementsprechend heißt die Grünanlage Spreebogen. Dort unten gibt es auch eine Beachbar mit gemütlichen Liegestühlen und Strandkörben. Es geht vorbei an der Schweizer Botschaft direkt auf das Bundeskanzleramt zu.

 

Kurzer Exkurs: Wer sich eher an der Spree entlang orientiert, kommt auf das Haus der Kulturen der Welt zu, auch "Schwangere Auster" genannt, in dem regelmäßig Veranstaltungen stattfinden. Das Lokal "Auster" mit Spreeblick hat immer geöffnet. Nebenan gibt es seit einigen Jahren das "Tipi am Kanzleramt". In dem Zelt werden etwa Cabarés oder Musicals aufgeführt.

Bundeskanzleramt
Bundeskanzleramt

Zur Rechten zeigt sich das Bundeskanzleramt. Wer sich zu einer Gruppe zusammenschließt, kann eine Führung bekommen und dabei unter anderem die Portrait-Galerie der Bundeskanzler sehen.

 

Zur Linken liegt imposant der Reichstag. Wer ihn auch von innen sehen möchte, muss oft lange anstehen. Zugänglich sind die Besuchertribüne und die Glaskuppel, von der aus man einen schönen Ausblick hat.

 

Wer etwas mehr Zeit hat, kann sich auch einer Führung  durch den Reichstag anschließen. Der Bundestag hat dabei verschiedene Schwerpunkte: das Gebäude selbst, die Kunstschätze oder die Geschichte des Parlaments. Dabei sind noch viele weitere Dinge zu entdecken, etwa alte Tunnelstücke oder Inschriften von russischen Soldaten.

 

Gedenken an den Volksaufstand
Gedenken an den Volksaufstand

Wer Bundestag und Bundeskanzleramt passiert hat, ist schon im Berliner Tiergarten. Anders als der Name es vermuten lässt, handelt es sich nicht wirklich um einen Tiergarten, sondern um einen riesigen Park, in dem man entspannen, spielen und Sport machen kann.

 

Wer gerade aus weitergeht, kommt direkt auf die Straße des 17. Juni, die an den Aufstand erinnert und den Tierpark quer teilt. Wer sich einmal im Nahen umschaut, entdeckt vielleicht das Denkmal für die Todesopfer der Mauer (weiße Kreuze in der Ebertstraße) und das Sowjetische Ehrenmal. Wer weiter schaut, entdeckt zur Rechten in weiter (rund anderthalb Kilometer) Ferne die Siegessäule, zur Linken das näher gelegene Brandenburger Tor.

 

Nun habt ihr zwei Möglichkeiten, die ich euch in den nächsten beiden Abschnitten im Einzelnen vorstelle.

1. Spaziergang: Brandenburger Tor bis Alexanderplatz

Holocaust Mahnmal
Holocaust Mahnmal

Das Brandenburger Tor ist das Wahrzeichen der Stadt. Doch bevor wir hindurch gehen, biegen wir kurz davor links ab. Entlang des Tiergartens erinnern weiße Holzkreuze und Bilder an einige Menschen, die bei der Flucht aus der DDR in die BRD ihr Leben ließen. Außerdem findet sich hier das Denkmal für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma mit einem Brunnen und Infotafeln.

 

Wer vor dem Brandenburger Tor nach rechts abbiegt, kommt zum Holocaust Mahnmal, eigentlich Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Die unterschiedlich hohen grauen Steine ähneln einem Labyrinth und die Steine werden viel genutzt: Kinder spielen verstecken, manche packen (unerlaubterweise) ihre Picknick-Sachen aus.

 

Unter dem Stelenfeld gibt es einen Ort der Information mit einer Ausstellung zum Leben der rund 6 Millionen Juden, die ihr Leben im Holocaust ließen.

 

Kultobjekt Ampelmännchen
Kultobjekt Ampelmännchen

Unter dem Brandenburger Tor geht es hindurch und schwupps, steht ihr auf dem Pariser Platz, wo zur rechten imposant die Amerikanische Botschaft aufwartet - mit allerlei Soldaten und Kontrollkrams. Direkt dahinter steht das bekannte Luxus-Hotel Adlon. Dort gab es früher den Nobelclub Felix, in dem man beim Tanzen auf allerlei Promis traf, doch 2017 hat er geschlossen. Zur linken Hand warten das Museum Brandenburger Tor.

 

Über die Straße Unter den Linden geht es rund zwei Kilometer bis zum Alexanderplatz, allerdings ist unterwegs natürlich allerlei zu sehen. Je näher am Pariser Platz, desto mehr Bundespolitik ist erlebbar. Die Botschaften zahlreicher Länder, etwa Frankreich, Kanada, Ungarn und Russland, liegen eng beieinander. Es folgt das ZDF-Hauptstadtstudio, wo Maybritt Illner ihre Fernsehsendung aufnimmt, und zunehmend Touristenshops wie den Ampelmannshop.

Rotes Rathaus des Regierenden Bürgermeisters
Rotes Rathaus des Regierenden Bürgermeisters

Näher an der Humboldt-Universität mit dem Reiterstandbild Friedrichs dem Großen ist wieder mehr Kultur zu entdecken. Imposante Gebäude sind etwa der Kronprinzenpalais, das Zeughaus und die Neue Wache.

 

Bevor ihr die Schlossbrücke über den Spreekanal nehmt, um auf die andere Seite der Spree zu kommen, lohnt ein Gang links am Ufer entlang. Manchmal gibt es hier einen Kunstflohmarkt, außerdem wartet das Historische Museum.

 

Auf der anderen Seite der Schlossbrücke angekommen, habt ihr die Museumsinsel betreten. Zu eurer Rechten liegt das Berliner Stadtschloss, einst Palast der Republik, der bis 2019 vollständig aufgebaut sein soll. Im Schloss gibt es etwa verschiedene Ausstellungen, eine Website informiert dazu. Zur Linken liegt der Berliner Dom, der von außen imposanter ist als von innen.

 

Davor befindet sich eine Grünanlage mit dem Namen Lustgarten. Nördlich des Lustgartens liegen all jene Einrichtungen, die der Museumsinsel ihren Namen geben, darüber lest ihr mehr im Abschnitt Museen.

 

Fernsehturm Alexanderplatz
Fernsehturm Alexanderplatz

Die Liebknechtbrücke führt nun über die Spree weiter Richtung Alexanderplatz, den Fernsehturm könnt ihr von hier aus schon gut sehen. Zur Linken liegt, unten am Ufer der Spree, das DDR Museum, das ich euch in meinen Highlights vorstelle. Auch das Sea Life liegt nebenan.

 

Zur rechten Seite könnt ihr eine Grünanlage mit dem Neprunbrunnen und der Marienkirche entdecken. Das rote Gebäude dahinter ist das Rote Rathaus, der Sitz des Regierenden Oberbürgermeisters von Berlin.

 

Nun habt ihr es geschafft, ihr seid am Alexanderplatz angekommen. Ihr könnt nun mit dem Aufzug den Fernsehturm hinauf und die Aussicht genießen, in einem der Läden oder im nahegelegenen Einkaufszentrum Alexa shoppen. Auf dem Platz befindet sich auch die berühmte Weltzeituhr, die eigentlich auf keinem Berlin-Foto fehlt.

2. Spaziergang: Siegessäule bis Kudamm

Die Siegessäule
Die Siegessäule

Rund anderthalb Kilometer sind es zu Fuß vom Denkmal für die Mauertoten zur Siegessäule. Wer nicht auf der vielbefahrenen Straße des 17. Juni gehen möchte, kann einfach einen Weg durch den Berliner Tiergarten nehmen, der ebenso zum Großen Stern führt, auf dem in der Mitte die Siegessäule mit der goldenen Viktoria (auch Goldelse genannt) thront.

 

Unterwegs gibt es ohnehin einiges zu entdecken, nicht nur den Tierpark selbst, sondern beispielsweise auch den hübschen Rosengarten oder das Gaslaternen-Museum, was nicht so wirklich einem Museum entspricht, da es sich dabei um Gaslaternen im Tierpark handelt.

 

Hinüber zu der im 19. Jahrhundert errichteten Säule geht es in verschiedenen Unterführungen. Mit 69 Metern ist sie nicht nur recht hoch, sondern dient natürlich auch als Aussichtsplattform. Die hat von April bis Oktober werktags von 9.30 Uhr bis 18.30 Uhr und am Wochenende bis 19 Uhr geöffnet, sowie von November bis März bis 17.30 Uhr. Für die sportliche Betätigung sind 3 Euro zu entrichten.

 

Sitz des Bundespräsidenten: Schloss Bellevue
Sitz des Bundespräsidenten: Schloss Bellevue

Wer sich nun gen Norden orientiert, kann das neoklassizistische Schloss Bellevue nicht verfehlen. Bereits seit Theodor Heuss sitzen hier die Bundespräsidenten. Inzwischen gibt es angrenzend noch das Bundespräsidialamt, der Bundespräsident hat in beiden Bauten Büroräume.

 

Schloss Bellevue lässt sich auch von außen gut betrachten, allerdings konnte ich auch schon eine Führung mitmachen. Führungen sind generell möglich, aber man muss sich, oft schon Monate im Voraus, dafür anmelden, das geht aber recht simpel per Email. Drinnen durfte ich verschiedene Räume besichtigen, etwa den Saal, in dem Staatsgäste empfangen werden und das Büro des Bundespräsidenten, zu diesem Zeitpunkt Horst Köhler.

 

Ganz in der Nähe liegt auch der Neue See, mit Café. Es ist ein schöner Wohlfühlort zum Erholen mitten in der Stadt.

 

Knut, einige Jahre die Attraktion im Zoo
Knut, einige Jahre die Attraktion im Zoo

Südwestlich des Neuen Sees schließt sich der Berliner Zoo an, der Eingang liegt allerdings auf der anderen Seite beim Bahnhof Zoo. Der Berliner Zoo hatte eine sehr berühmte Phase, das lag vor allem am kleinen Eisbären Knut, der 2006 dort zur Welt kam und von seinem Pfleger Thomas Dörflein per Hand aufgezogen wurde. Generell gilt der Zoologische Garten Berlin als der artenreichste der ganzen Welt. Zum Zoo gehört auch ein Aquarium, das man auch separat besuchen kann.

 

Knut hatte allerdings nur ein kurzes Leben, er starb 2011 an einer Hirnerkrankung, drei Jahre nachdem sein Pfleger und bester Freund starb. An den Eisbären erinnert das Denkmal "Knut der Träumer", das im Zoo zu finden ist. Knuts Fell ist, aufgezogen auf einen Modellkörper, im Naturkundemuseum in der Ausstellung "Highlights der Präparationskunst" zu sehen. Auf dem Spandauer Friedhof gibt es neben dem Grab von Dörflein einen Marmorgedenkstein für Knut.

 

Der Eingang vom Zoo  ist rund 150 Meter Fußweg entfernt von der Gedächtniskirche, die zu einem Teil aus einem rekonstruierten alten Bau besteht, zum anderen aus einem hochmodernen Glasneubau.

 

An der Gedächtniskirche beginnt der Kurfürstendamm, kurz Kudamm, der einstigen Pracht-Einkaufsstraße der Stadt. Heute findet man dort vor allem die üblichen Mode- und Gastro-Ketten, die es in jeder Innenstadt gibt. Der Kudamm ist rund dreieinhalb Kilometer lang, also quasi ein eigener Stadtspaziergang.

 

Aber zunächst sollte man einen Abstecher auf die Tauentzienstraße machen, die sich östlich an den Kudamm anschließt. Dort wartet das KaDeWe, das Kaufhaus des Westens, das gleichsam Einkaufsort wie auch Sehenswürdigkeit ist. Sehr hübsch ist auch die Skulptur "Berlin" kurz vor dem Bahnhof Wittenbergplatz, einem Kunstwerk vom Ehepaar Matschinsky-Denninghoff, das zwei Säulen zeigt, die sich umeinander winden. Sie stehen symbolisch für West- und Ost-Berlin, die sich wiedervereinigen.

Absolute Must See's

Grenze: Checkpoint Charlie
Grenze: Checkpoint Charlie

Mein liebstes Museum in Berlin ist das Mauermuseum Checkpoint Charlie, einem Haus am alten Grenzübergang zwischen amerikanischer und russischer Besatzungszone. Draußen, direkt an der U-Bahn-Station Kochstraße, wurde der Kontrollposten nachgebaut. Drinnen in einer viel zu kleinen Wohnung wird die Geschichte der Berliner Teilung und der Mauer erzählt, wobei das Thema Flucht im Fokus steht.

 

Das Museum gibt es bereits seit 1963 und hier werden vor allem die Ideen gezeigt, die die Bewohner der DDR hatten. Wie sie etwa versuchten, mit Heißluftballons, Autos, Sesselliften oder mit einem Mini-U-Boot in den Westen zu fliehen. 1899 verloren ihr Leben an der Mauer, beim Versuch auf die andere Seite  zu gelangen. Ein absolutes Muss, wer die Geschichte dieser Stadt und damit auch die Gegenwart verstehen will. Geöffnet hat das Mauermuseum täglich von 9 bis 22 Uhr, der Eintritt kostet 14,50 Euro (Studenten 9,50 Euro, Schüler ab  6 Jahren 7,50 Euro).

 

Trabi testen im DDR Museum
Trabi testen im DDR Museum

Ein sehr schönes - und meiner Ansicht nach unterschätztes Museum - ist das DDR Museum direkt am Spreeufer, ungefähr auf Höhe der Museumsinsel. Ich selbst habe die DDR aufgrund meines Alters nie erlebt, kann also nicht beurteilen, wie authentisch das Museum ist. Ich fand es aber sehr spannend, durch so viele verschiedene Exponate und Mitmach-Aktionen mehr über das Leben zu lernen. Wer schafft es beispielsweise, den kaputten Trabi selbst zu reparieren?

Eine weitere Zeitreise gibt es bei der Tour der Berliner Unterwelten. Ab der S-Bahn-Station Gesundbrunnen geht es mit den Führungen in der Untergrund, wo sich große Bunker- und Schutzanlagen befinden. Ich habe bisher zwei verschiedene Touren gemacht, insgesamt gibt es zwölf, die jeweils auf etwas anderes Augenmerk legen.

 

Ausstattung im Stasi-Gefänfnis
Ausstattung im Stasi-Gefänfnis

Besonderen Wert hatten die Unterwelten in der Zeit des Kalten Krieges, hier wurden Konservendosen und Wasser gelagert und Menschen konnten sich aufhalten. Das System ist wirklich beeindruckend und eine Tour ein absolutes Muss. Manchmal gibt es noch freie Slots, wer auf Nummer sicher gehen will, meldet sich an.

 

Ein historisches Relikt ist die Gedenkstätte Hohenschönhausen. Der Besuch dort hat mich geprägt. Ein ehemaliger Häftling führt durch die Anlage der einstigen zentralen Untersuchungshaftanstalt der Stasi. Von 1951 bis 1989 wurden hier Menschen festgehalten, die gegen die Regeln der sozialistischen Diktatur verstoßen haben. Eine Dauerausstellung widmet sich den politischen Häftlingen, dazu gibt es immer wechselnde Ausstellungen.

Mehr Geschichte

Kaum eine Stadt hat so viel jüngere Geschichte wie Berlin, ob es nun die Zeit von Nazi-Deutschland war oder die darauf folgende Zeit der Teilung der Stadt.

 

Wer sich für die Zeit des Nationalsozialismus in Berlin interessiert, kann die Dauer-Ausstellung "Topographie des Terrors" besuchen. Es handelt sich dabei um ein Dokumentationszentrum, das die Gräueltaten, vor allem aus den Jahren 1933 bis 1945, aufarbeitet. Mein Besuch ist schon einige Jahre her, damals war das Museum noch an anderer Stelle. Daher kann ich das neue auch nicht beurteilen.

 

Wenn es um Orte der Stadtteilung geht, so ist diese in erster Linie aufgrund des Mauerwegs sichtbar. Dabei handelt es sich um Metallplatten im Boden, die dokumentieren, wie die Mauer auf 160 Kilometern Berlin umzingelte. Wer bei Topografie des Terrors war, findet unweit ein 200 Meter langes Stück der Mauer in der Niederkirchnerstraße. Dort wurden einst die Bezirke Kreuzberg (West) und Mitte (Ost) getrennt. Dieses Stück war auch das erste Mauerstück, das ich gesehen habe. Auch in der Nähe des Checkpoint Charlie ist noch ein kleines Stück Originalmauer erhalten.

 

Der mit 1,3 Kilometern längste erhaltene Teil ist die East Side Gallery direkt am Spreeufer. Dort ist die Mauer bemalt und künstlerisch gestaltet worden. Sie dient als Plattform für Künstler, die die Stadtteilung auf ihre Weise aufarbeiten.

 

Unweit des Mauerparks, an der U-Bahn-Haltestelle Bernauer Straße, ist auf Höhe der Hausnummer 111 eine Gedenkstätte zur Berliner Mauer, denn hier wurden Familien und Nachbarn getrennt. Bekannt ist die Stelle auch, weil einige Ostberliner aus Hochhäusern flüchteten. Die Grenze wurde direkt an Wohnhäusern errichtet, und so sprangen einige Menschen aus dem Fenster in Rettungstücher der Feuerwehr auf westdeutscher Seite. Später ließ das DDR-Regime die Fenster zur Grenze hin zubetonieren.

 

Der Mauerpark hat auch noch einige kleinere Stücke der Mauer, oft auch künstlerisch verziert. Beliebt ist der Park als Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Vor allem zum Flohmarkt, den es jeden Sonntag von 9 bis 18 Uhr gibt, ist der Park sehr voll. Immer mal wieder gibt es auch Karaoke-Möglichkeiten.

Museen

Die größte Ansammlung von Museen an mehr oder weniger einem Ort ist die Museumsinsel mit Pergamonmuseum, Nationalgalerie, Altem und Neuem Museum, Bode Museum und Berliner Schloss.

 

Ich war bisher nur in der Nationalgalerie, die eine Vielzahl an Werken aus Romantik, Klassizismus, Impressionismus, Biedermeier und Moderne zeigt. Im Pergamonmuseum sind eine Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Museum für Islamische Kunst. Kunst aus der ägyptischen Geschichte findet sich im Neuen Museum, die Gemäldegalerie im Alten Museum. Skulpturen gibt es im Bodemuseum zu sehen.

 

Auch sonst gibt es noch allerlei Museen. Das Beate Uhse Museum zeigt vor allem erotische Werke, aber informiert auch zum Leben der Namensgeberin. Zudem sind das Museum für Kommunikation, das Jüdisches Museum, das Schwule Museum und das Museum für Fotografie sehenswert.

Aktiver

Vorab: Ich bin ein großer Fan von Wasser und muss eigentlich überall  eine Stadt auch vom Wasser aus erkunden. Daher durfte in Berlin natürlich eine Spree Rundfahrt nicht fehlen.

 

Wer nicht so viel Zeit hat, kann die rund einstündige Tour machen, die durch die Mitte von Berlin führt, unter der Reichstagsbrücke hindurch (14 Euro). Dabei wird der Passagier auch gleich mit ein paar historischen und architektonischen Fakten vertraut gemacht. Die längere Tour lohnt ebenfalls, denn sie gibt ein ganz neues Bild auf Berlin. Für 3,5 Stunden geht es auf die Spree (25 Euro), insgesamt werden 23 Kilometer durch sieben Bezirke zurückgelegt.

 

Auch ein Sea Life hat Berlin, es liegt sogar sehr zentral in der Nähe des Doms. Der AquaDom, Teil des Sea Life, ist das weltweit größte, freistehende zylindrische Aquarium. In verschiedenen Themenwelten wird im Sea Life über das Leben der Meeresbewohner informiert. Das Sea Life liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Dungeon und zu Little Big City.

Das Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud's ist weltweit ein Begriff und hat verschiedene Filialen etwa in London (das Original), in Wien oder in Hongkong. Dennoch lohnt ein Besuch, wenn man bisher noch kein Madame Tussaud's besucht hat. Akribisch sind die Figuren nachgearbeitet, an jeder Ecke wartet ein neuer Prominenter, jeweils im Kontext seines Schaffens. Tickets gibt es ab 17 Euro, günstiger sind "2 Attraktionen" oder "3 Attraktionen" Tickets, bei denen man aus den anderen Sehenswürdigkeiten Sealife, Dungeon, Legoland und Little Big City wählen kann.

 

Das Dungeon kenne ich bislang nur aus Hamburg und nicht aus Berlin. Es handelt sich dabei um ein Gruselkabinett, bei dem auch der Besucher aktiv eingebunden wird und beispielsweise vor Gericht steht. Man begegnet bei der Tour bösen Menschen aus der Geschichte der Stadt, teilweise auf dem Floß. Insgesamt sind bei einem Besuch elf Shows mit Schauspielern zu sehen. Tickets kosten ab 15 Euro, der Eintritt ist ab 10 Jahren. 

 

Inzwischen zählen auch das Legoland am Sony Center sowie das Miniaturenland Little Big City zu den absoluten Highlights, die habe ich allerdings beide (noch) nicht besucht, weshalb ich dazu auch nichts sagen kann.

Eine wundervolle Einrichtung ist das Badeschiff im Treptower Park. In einem alten Schiff befindet sich ein nicht allzu großer Pool, der auf der Spree liegt. Verbunden sind Festland und Badeschiff mit einem Holzsteg. Tagsüber und abends gibt es öfter auch Veranstaltungen wie Partys.

 

Wer ausgiebig schwimmen möchte, ist hier nicht ganz so gut aufgehoben, da dafür der Platz fehlt, vor allem an sehr sonnigen und warmen Tagen, obwohl der Pool etwas mehr als zwei Meter tief ist. Aber wer gerne bei etwas Musik chillt und das Stadtleben genießen möchte und sich dabei hin und wieder abkühlen will, der ist hier genau richtig.

 

Der Eintritt kostet 5 Euro, auf der Facebook-Seite informiert der Betreiber über aktuelle Veranstaltungen.

Essen

Currywurst

Seit vielen Jahren streiten sich Curry 36 und Konnopke um die beste Currywurst der Stadt. Beide sind auf jeden Fall sehr lecker und wenn ihr länger in Berlin seid, solltet ihr auch beide ausprobieren. Ein bisschen mehr mag ich Curry 36 am Mehringdamm 36 (U-Bahn-Station Mehringdamm), da die Pommes auch sehr lecker sind. Für Konnopke solltet ihr ein wenig Zeit einplanen, weil man oft anstehen muss. Konnopke findet ihr unter der U-Bahn-Haltestelle Eberswalder Straße an der Schönhauser Allee.

 

Frühstück

Es gibt sicher einige Orte in Berlin, die hervorragendes Frühstück bieten. Mein absoluter Favorit ist der Sonntags-Brunch in der Alten Bahnhofshalle Friedenau. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um eine alte Bahnhofshalle, die jedoch schick und gemütlich hergerichtet wurde. Wenn es draußen noch warm ist, kann man auch ganz toll draußen im Grünen sitzen. Das Frühstücksbüfett ist reichhaltig bestückt und sehr lecker - und das zu einem guten Preis. Reservieren lohnt sich.


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