Schiffe versenken am Panamakanal

 

Der Panamakanal ist sicher eines der aufregendsten und faszinierendsten Gebilde der Welt. Er verläuft einmal quer durch Panama und ist seit 1914 in Betrieb. Er ist 82 Meter lang und verbindet Pazifik mit Atlantik - damit ist er eine der wichtigsten Handelsrouten überhaupt. Zuvor mussten Container- und Frachtschiffe Südamerika umrunden, um von einer Küste an die andere zu kommen, was zu immensen Kosten führte.

Der Panamakanal wurde im Ursprung von Frankreich geplant, das sich einen ähnlichen Erfolg wie mit dem kurz zuvor eröffneten Sueskanal erhoffte. Kolumbien, dem Panama damals gehörte, erteilte die Erlaubnis hierfür. Im Jahre 1881 begann der Bau, allerdings stellte er sich als schwieriger heraus als der Sueskanal. Nicht nur aus finanziellen Gründen - auch weil viele Bauarbeiter, fast acht pro Tag, an Krankheiten wie Malaria und Gelbfieber starben.

 

Die Planungsfirma ging pleite und der Bau stoppte im Jahr 1889. 1903 schließlich erwarb die USA die Rechte am Fortführen des Kanals und vollendete das Werk 1914. Heute fahren rund 14.000 Schiffe pro Jahr durch den zweispurigen Kanal, der seit 2007 erweitert wird.

Wer eine Schifffahrt auf dem Panamakanal machen möchte, kann das nur samstags tun und muss einiges an Geld und Zeit mitbringen. Man kann den Kanal aber auch so besuchen, an der Miraflores-Schleuse ein paar Kilometer nordwestlich von Panama-Stadt gibt es ein Informationszentrum. Wir haben ein Taxi dorthin genommen, was pro Strecke etwa 10 Euro gekostet hat.

 

Dort ist zunächst ein 3-D-Film über die Geschichte des Panamakanals bis heute zu sehen - und man erfährt auch mehr über die beeindruckenden Zahlen an Schiffen, Tonnen und Geld, die durch den Panamakanal fahren. Es gibt Vorführungen auf Spanisch und auf Englisch, das erfährt man beim Ticketkauf. Das Ticket kostet etwa 13 Euro - aber es ist gut investiertes Geld. Geöffnet hat es von 8 bis 18 Uhr.

 

Es gibt ansonsten vier Ausstellungshallen, wo man ebenso mehr zum Kanal erfährt, etwa zu seiner Biodiversität, zu Material und Bauweise. Das Highlight ist sicher die Aussichtsterrasse, von der aus man sehen kann, wie die Schiffe durch die Schleuse gefahren werden. In der Miraflores-Schleuse gibt es einen Höhenunterschied von 16,5 Metern - so hoch, beziehungsweise tief müssen die Schiffe abgesenkt werden. Es hat pro Schiff fast eine Stunde gedauert - und es war spannend, die ganze Technik dabei zu sehen, etwa die Züge, die die Schiffe zogen. Da manche Schiffe sehr groß sind, kommen nur wenige auf einmal hindurch. Die Wartezeit ist also recht lange.

 

Allerdings gibt es inzwischen auch neue Miraflores-Schleusen, vom Visitor Center aus allerdings nicht einsehbar, da sie hinter den ursprünglichen Schleusen liegen. Das war nötig geworden, weil während der Bauzeit noch nicht von solch großen und schweren Schiffen ausgegangen worden war.

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