Gran Canaria



 

Gran Canaria ist zusammen mit Teneriffa und Fuerteventura die typische Urlaubsinsel. Dennoch gibt es auch auf Gran Canaria mehr zu erleben als nur Strand. Wir hatten unser Hotel in der Hauptstadt Las Palmas, wo sich Kultur und Strandleben treffen. Außerdem haben wir Ausflüge ins Landesinnere und in den Süden gemacht - per Bus, denn ab Las Palmas fahren einige Buslinien (120 Überlandlinien bedinet das Busunternehmen Global) durchs ganze Land. Das ist bisweilen aber sehr abenteuerlich, vor allem wenn es ins Gebirge in die Inselmitte geht - enge Serpentinen führen hinauf, der Bus hupt sich dabei den Weg frei.

Daten & Fakten

Reisezeit

Eine Woche im Juni 2011

 

Unterkunft

Hotel in Las Palmas, Busse für Ausflüge

 

Budget

800 Euro



Las Palmas

Die Hauptstadt von Gran Canaria liegt windmäßig gesehen leider vor der Bergkette, was bedeutet, dass sich hier oft Wolken festsetzen. In der rund einen Woche in Las Palmas hatten wir an einem Tag für ein paar Stunden Sonne. Ansonsten war es mit 27 Grad aber warm genug, um an den Strand zu gehen. Der Stadtstrand ist die Playa Las Canteras, die sich über mehrere Hundert Meter am Zentrum entlang schlängelt. Es gibt eine typische Strandpromenade mit kleinen Kiosks und Bistros sowie Restaurants fürs Abendessen.

 

Die Altstadt nennt sich Vegueta, hier gibt es viele kleine süßen Gassen und ein paar Gebäude zu entdecken. Etwa die Catedral de Santa Ana an der Plaza de Santa Ana. In der Kirche gibt es nicht nur eine Mumie zu sehen, vom Turm aus gibt sich ein toller Blick über die Stadt. Wer schlendern möchte, begibt sich zum Parque de San Telmo, die Anlage wurde frisch saniert. Einen Besuch sollte man dem Casa de Colon in der Calle Colon 1 abstatten. Das Kolumbusmuseum erzählt die Geschichte der Entdeckung Amerikas und welche Rolle Gran Canaria dabei spielte. Wer gerade hier ist, spaziert über die Plaza Espiritu Santo, an der das Rathaus liegt. Wer shoppen möchte, ist an der Calle Mayor de Triana am besten aufgehoben, es ist die Hauptgeschäftsstraße und Fußgängerzone.

 

Der Hafen liegt ganz im Norden der Stadt, wo auch das Einkaufszentrum Centro Comerical El Muelle steht. Dort gibt es nicht nur einen Foodcourt, sondern auch einen Blick über den Hafen, von dem aus Schnellboote etwa nach Teneriffa abfahren.


San Mateo & Tejeda

Wer sich ins Inselinnere wagt, der erlebt ein völlig anderes Gran Canaria. Es ist bunt, hügelig, bisweilen wolkig, aber aufregend. Wir haben zunächst den Bus nach San Mateo, auch Vega de San Mateo genannt, genommen. Es ist ein sehr lustiger Ort, weil sich hier, auf 836 Meter Höhe, sehr gut zeigt, wie die Wolkenlinie - fast kerzengerade - verläuft. Auf der einen Seite Schatten, auf der anderen Seite Sonne. Wer kann, kommt am Wochenende hier vorbei, denn am Samstag und Sonntag ist in der Markthalle der Wochenmarkt Mercado Agricola und es gibt Gemüse, Fleisch, Fisch und Obst zu kaufen. Wir haben uns mit frischem Brot, Oliven, Aioli und Melonen eingedeckt und haben genüsslich Lunch mit Aussicht genossen.

 

Von dort führte uns der nächste Bus (zumindest 2011 gab es noch keine Direktverbindung von Las Palmas) nach Tejeda. Das kleine Städtchen, das auf rund 1000 Metern Höhe liegt, wurde schon zu Spaniens schönstem Dorf gewählt. Der Ausblick ist herrlich, zum einen ist da das Tal, zum anderen die Berge Barranco de Tejeda mit Roque Nublo und Roque Bentaiga. In Tejeda dreht sich alles um Marzipan und Mandeln, denn hier wachsen ganz viele Mandelbäume. Deshalb ist ein Besuch in der Dulceria Nublo in der Calle Hernandez Guerra 15 ein absolutes Muss. Tejeda eignet sich ansonsten für einen einfachen Spaziergang durch das kleine Städtchen oder als Ausgangspunkt für Wanderungen im Gebirge. Es gibt im Dorf auch ein Freibad.


Maspalomas

Der Süden der Insel ist das beliebteste Feriengebiet. Rund um Playa del Ingles und Maspalomas findet sich der typische Tourismus mit großen Hotels, kleinen Strandbuden, Restaurants, Kiosken und Stränden mit Liegen und Schirm zur Miete. Wir sind mit dem Bus die rund 60 Kilometer in den Süden gefahren (einmal stündlich zwischen 7 und 18 Uhr), weil wir gerne die Dunas de Maspalomas sehen wollten, die Sanddünen aus Korallen- und Muschelkalk direkt am Strand. Die Dünen sind etwa sechs Kilometer lang und einen Kilometer breit und sollten definitiv früh am Morgen erklungen werden. Wir waren leider erst vormittags dort und es war irgendwann schlicht zu heiß, um ungeschützt über den Sand zu wandern.  Am Leuchtturm Faro de Maspalomas gibt es die Oase La Charca, an der Wasservögel brüten. Wer durchs Wandern müde geworden ist, springt einfach ins nahegelegene und fast immer sichtbare Meer.


Packliste:

  • Sonnenschutz und Sonnenbrille
  • Badeschuhe

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