La Palma



 

 

 

La Palma ist eine der kleinsten Inseln und noch wenig touristisch - und genau das macht den Reiz dieser Insel aus. Die Landschaft ist durch Vulkane stark geprägt und hat einen ganz besonderen Charme. Wer an den schwarzen Sandstränden baden möchte, ist oft fast alleine. La Palma ist von allen Reisen diejnigen, die mich am allermeisten überrascht hat. Es ist ein so wunderbarer Fleck Erde, das hatte ich so schlicht nicht erwartet. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen!

Daten & Fakten

Reisezeit

Eine Woche im September 2015

 

Unterkunft und Co

FeWo in El Paso, Mietwagen 

 

Budget:

800 Euro

 

Blog-Links:

Auf Delfin-Safari



Santa Cruz

Die Hauptstadt der kleinen Insel liegt an der Ostküste und hat nur wenig Sehenswürdigkeiten. Das Zentrum ist sehr schnell erkundet, mehr als ein paar Stunden braucht man nicht, um Santa Cruz zu entdecken. In der Altstadt, vor allem rund um die Uferstraße Avenida Maritima, sind die typischen kanarischen, bunt bepflanzten Holz-Balkone sehr hübsch anzusehen. Parallel dazu verläuft die Straße Calle O'Daly, im weiteren Verlauf Calle Perez de Brito, in denen sich zahlreiche Cafés, Restaurants und Geschäfte angesiedelt haben. Rund um die Plaza de Espana findet sich die Kirche Matriz de El Salvador und das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert.Unweit liegt auch das zehneckige Teatro Circo de Marte, heute als Konzertsaal genutzt.

 

Etwas außerhalb des Zentrums befindet sich die Wallfahrtskirche Virgen de las Nieves mit Ausblick über die Stadt und die Bucht. Die Festung Castillo de Santa Catalina aus dem 16. Jahrhundert liegt nördlich des Zentrums in Ufernähe.

 

Unbedingt solltet ihr auf der Calle Perez de Brito einen Abstecher zu Lava Cristina machen, in der Hausnummer 28. Die deutsche Auswanderin Christina Bauer-Wirbser verkauft dort zu günstigen Preisen Schmuck, den sie aus Lava-Steinen hergestellt hat. Von auffällig bis zierlich, von bunt bis schlicht ist hier alles vorhanden. Ein super Mitbringsel für sich selbst und Freunde.


Los Tilos & La Fajana

Die Lorbeerwälder von Los Tilos sind Unesco-Biosphärenreservat. Es gibt ein kleines kostenloses Informationszentrum, das Centro de Visitantes, dort gibt es auch Toiletten und Infos zu Wanderwegen. Parkplätze gibt es rund um das Zentrum immer wieder mal, nicht aber direkt dort. Es gibt kürzere und längere Wanderwege (festes Schuhwerk!), je nachdem, was man vorhat. Wir nahmen die kurze, aber sehr steile Wanderung zum Camino Mirador de las Barandas. Der Aufstieg erfolgt über zahlreiche Treppen und auf steilen Wegen nach oben. Der Weg ist nicht allezu weit, aber man sollte gut 45 Minuten dafür einplanen. Von der Aussichtsplattform aus hat man - insofern sie nicht in Neben gehüllt ist - einen tollen Blick über den Lorbeerwald und das Tal. Man kann entweder den gleichen Weg wieder zurückgehen, vorbei an tollen, üppigen Pflanzen, kleinen Tieren und Felsen, aus denen Wasser rinnt, oder den ausgebauten Weg nach Los Sauces weitergehen.

 

Wir haben uns für den Rückweg entschieden, weil wir noch einen Abstecher zu La Fajana geplant hatten, an der Nordküste. Sechs Kilometer nordöstlich von Barlovento liegen die Piscinas Fajanas. Die Lavaströme haben hier einst Becken geformt, irgendwann entschloss man sich, Pools daraus zu machen. Wellen schwemmen Wasser und Fische in die drei Becken (kostenfrei), die sich daher auch hervorragend zum Schnorcheln eignen. Treppen führen von den Felswegen aus ins Meer. Es gibt Liegeflächen (auf Stein), ein Kiosk und Restaurants. Vor allem an den Felsspalten zum Meer hin haben sich Hunderte kleine, schwarze Krebse versteckt, weshalb sich ein Rundgang lohnt.


Caldera de la Taburiente & Cumbre Vieja

Wir hatten für die gesamte Woche ein kleines Ferienappartement in El Paso gebucht, das aufgrund seiner zentralen Lage ein super Ausgangsort ist für allerlei Erkundungen. In El Paso gibt es außer der Natur eigentlich nur eine Sehenswürdigkeit, die letzte Seidenmanufaktur Europas in der Calle Manuel Tano. In dem Museum kann man Seidenspinnerinnen werktags von 10 bis 14 Uhr zuschauen. Gutes Essen gibt es in der La Perle Negra in der Calle Vista Alegre und in der Tasca Catalina in der Calle Miramar, von der aus man einen wundervollen Ausblick über die Insel hat - lohnt vor allem zum Sonnenuntergang (unbedingt reservieren!).

 

An der Straße von Santa Cruz nach El Paso liegt das Centro de Visitantes de La Caldera de Taburiente, ein wichtiger Ausgangspunkt, um die Caldera de Taburiente zu besuchen. Denn wer mit dem Auto zum Aussichtspunkt Cumbrecita fahren möchte - was man tun sollte - muss sich dort ein Eintrittsticket kaufen. Es gibt nur begrenzt Parkplätze an der Plattform, deshalb ist die Zufahrt limitiert. Durch die Caldera gibt es auch Wanderwege.

 

Auf der anderen Seite von El Paso liegt die Vulkankette Cumbre Vieja. Auf dem Weg von Santa Cruz nach El Paso führt eine Abzweigung zur Straße LP301 in die Vulkanlandschaft, genauer gesagt das Gebiet Llano del Jable. Dort lässt sich immer mal wieder parken, es gibt auch einige Aussichtsplattformen, etwa den Mirador de Llano del Jable, die tolle Blicke über die Landschaft ermöglichen. Ab El Pilar auf 1400 Meter Höhe führt auch ein Wanderweg durch die Vulkanlandschaft (ohne Einkehrmöglichkeit), es sind einige Höhenmeter zu überwinden.


Strände

La Palma ist nicht die typische Badeinsel, obwohl sie tolle schwarze Strände hat. Da sich der Sand aufheizt, ist es ratsam, Schuhe mitzunehmen, mit denen man ins Wasser kann. Der bekannteste Strand ist in Puerto de Naos, drum herum gibt es auch ein paar größere Hotels, es gibt eine kleine Strandpromenade mit Einkaufsläden und Cafés/Bistros.

 

Einen wunderschönen einsamen Strand ist die Playa la Bombilla (auch Playa Nueva genannt), kurz nach der Playa Escondida. Es gibt ein kleines Kiosk, allerdings ist das nicht immer geöffnet, da sich nur wenige Menschen hierher verirren. Das liegt auch am bisweilen abenteuerlichen Weg durch die Bananenplantagen, oft hat man den Eindruck, man kann hier nur falsch sein. Wir waren viele Stunden alleine, nur hin und wieder gab es Gesellschaft. Am gleichen Eingang zweigt auch ein kleiner Strand ab, an dem Hunde spielen dürfen. Ein kleiner, asphaltierter Weg führt am Strand entlang mit einer Aussicht über die Bucht zum Playa Escondida. Als sehr schöner Strand gilt auch El Charcho Verde, etwas südlich von Puerto de Naos. Da wir uns aber in Bombilla verliebt hatten, haben wir Charcho Verde nicht besucht.


Tazacorte

Der Hafen von Tazacorte, el Puerto, ist Ausgangspunkt für alle möglichen Schifffahrten. Hier begann einst die spanische Eroberung der Insel. Zwischen Zuckkerrohrplantagen (die für Reichtum sorgten, was man an zahlreichen Herrenhäusern sieht) und Bananenplantagen liegt der Fischerei- und Yachthafen, neben dem Treppenviertel im Stadtkern der meist besuchte Ort.

 

Whale Watching ist ein beliebter Ausflug auf La Palma. Wir sind mit dem Boot Bussard die Küste entlang gefahren, vorbei an den Schmugglerbucht Prois de Candelaria und an der Cueva Bonita. In der Nähe warfen wir den Anker aus, um an einem Riff Schnorcheln zu gehen. Schnorchel, Brille und Flosse wurden gestellt und es war wirklich toll, so mitten im Ozean zu schnorcheln. Nach dem Abendessen fuhren wir weiter von der Insel hinaus aufs offene Meer und als wir die Hoffnung zwecks leichtem Regen schon fast aufgegeben hatten, begleitet uns ein ganzer Schwarm Delphine. Sie schwammen vor und neben dem Boot her, sprangen in die Luft und boten einfach ein ganz wunderbares Bild. Wir konnten die rund 20 Tiere eine viertel Stunde lang begleiten, ehe wir zurück Richtung Puerto de Tazacorte zurückfuhren. Die Fahrt war jeden Cent wert! Wer ein einmaliges Erlebnis inmitten der Natur haben möchte, sollte sich gut überlegen, nicht doch ein paar Euro mehr zu investieren. Mehr zur Delfin-Safari lest ihr in dem eigenen Beitrag.


Los Volcanes de Teneguía

Einen tollen Tagestrip zu Fuß ist die Vulkanwanderung (festes Schuhwerk!) durch das Areal Los Volcanes de Teneguía im Süden der Insel. Ausgangspunkt ist die Stadt Los Canarios (ehemals Fuencaliente), dort gibt es das Besucherzentrum zum Volcan San Antonio. Im Centro de Visitantes erfährt man für 5 Euro mehr über das vulkanische Leben auf der Insel. Es gibt etwa eine kleine Plattform, auf die man sich stellen kann, und die Erdbeben in verschiedenen Stärken simuliert. Ein kleiner, bisweilen leicht steiler Weg führt auf den Krater des Vulkans, der 1677 zuletzt ausbrach. Im Krater wachsen zwischen der schwarzen Erde erste Pflanzen. Obacht, am Kraterrand auf 657 Metern Höhe kann es durchaus sehr windig werden, Seile helfen beim Aufstieg. Von oben zeigt sich ein toller Blick über den Süden der Insel bis hin zu den Nachbarinseln El Hierro und La Gomera. Von hier oben ist auch der weitere Weg bis zum jüngeren Vulkan Teneguía zu sehen.Hier zeigt sich, wie die Landschaft durch den Ausbruch des Teneguía vor 35 Jahren die Landschaft geprägt hat. Noch ist alles schwarz überzogen, die Insel wurde größer, erste grüne Pflanzen wachsen dazwischen. Es zeigt sich deutlich, wo die Lavaströme gen Meer flossen. Rund um den Vulkan lassen sich auch Dromedare mieten, um die Gegend zu erkunden.

 

Vom Parkplatz aus führt ein kleiner, schmaler, sehr steiler Weg nach unten auf den Hauptwanderweg. Der Abstieg ist trickreich, daher sollte man sich etwas Zeit dafür nehmen und auf jeden Fall sollte man genug Wasser dabei haben. Der nun ebenerdige, breite Weg führt vorbei am Roque Teneguía, einem kleinen Hügel, der, wenn man einen Abstecher dorthin macht, ebenfalls einen schönen Ausblick bietet.

 

Nach einer Weile nähert man sich dem Vulkan Teneguía, der ebenfalls auf der rechten Seite liegt. Ein kleiner Weg führt durch das Lavafeld hin zum Vulkan. Der 438 Meter hohe Vulkan ist der jüngste auf der Insel und er lsst sich besteigen. Der Weg ist allerdings noch nicht gesichert, teilweise muss man über Felsen und Steine klettern, daher ist er trickreich und es ist bisweilen sehr windig und stürmisch. Daher sollte man sich beim Aufstieg Zeit nehmen und sich nicht überschätzen. Ich wanderte alleine nach oben, nach einer Weile traf ich auf eine kleine Reisegruppe, deren Anführer Geologe war, der seit vielen Jahren jedes Jahr auf den Teneguía steigt, um zu dokumentieren, wie er sich verändert. Er hob ein paar Steine an und ließ mich die Hand in ein Loch halten, aus dem noch immer heiße Luft strömte. Auch ein paar Schwefelecken kannte er gut. Das war für mich noch einmal extra interessant, denn ich hätte die Stellen alleine natürlich niemals gefunden. Ganz zur Spitze nach vorne am Kraterrand bin ich aufgrund des sehr starken Windes nicht gewandert, allerdings schaffte ich es auf die natürliche Mini-Aussichtsplattform an der höchsten Stelle (ich bewegte mich allerdings am Boden fort, aufgrund des starken Windes), ehe ich mich wieder an den Abstieg machte.

 

Der Weg, der mit kleinen Steinen markiert ist, führt durch die Lavafelder des Teneguía Richtung Südkap. Wir hatten uns als Ziel die Punta oder Faro de Fuencaliente, den Leuchtturm an den Salinas de Fuencaliente, gesetzt. Der Weg durch die wundervolle schwarze Landschaft vor dem türkis schimmernden Meer zog sich etwas, doch die Aussicht war überwältigend. Geschafft kamen wir nach insgesamt rund sechs Stunden Wanderung am Ziel an, den Salinen, die zur Salzgewinnung genutzt werden. Nebenan liegt das Restaurante Temático El Jardín de la Sal. Eigentlich soll von dort aus ein Bus zurück nach Los Canarios fahren. Wir hatten das Auto extra an einer Bushaltestelle im Dorf und nicht auf dem Besucherparkplatz abgestellt. Allerdings kam während wir dort saßen kein Bus. Wir trafen zum Glück ein Ehepaar wieder, das wir auf der Bussarf kennengelernt hatten. Sie waren mit dem Auto gekommen und fuhren uns zurück ins Dorf.


Packliste:

  • Wasserfeste Schuhe
  • Wanderschuhe
  • Regenjacke (in Los Tilos regnet es häufig)
  • Schnorchel

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