Schweden



 

Norwegen oder Schweden - einen Favorit haben sie alle. Auch wenn es bei mir Norwegen ist, so mag ich Schweden für seine wundervolle Natur, sei es rund um Stockholm, aber auch im Norden, etwa in Umeå. Aber auch die Städte, vor allem Stockholm und Göteborg, Falun und Borlänge, mit ihren alternativen Szenen sind einen Besuch wert.

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Stockholm

Stockholm ist eine wundervolle, abwechslungsreiche und interessante Stadt, die auch jene ansprechen sollte, die sonst nicht so für Städtetrips zu haben sind. Denn Stockholm ist gleichzeitig auch wahnsinnig grün. Schon allein die Lage macht Stockholm speziell, immerhin besteht die Hauptstadt aus vielen verschiedenen Inseln, die meist mit Brücken miteinander verbunden sind. Allerdings muss ich gestehen, dass ich trotz zahlreicher Aufenthalte in Stockholm und unter anderem drei Monaten als Kindermädchen in der Nachbarstadt Täby (siehe unten) noch immer nicht den kompletten Überblick habe.

 

Gamla Stan

Berühmt ist vor allem die Insel Gamla Stan, die Altstadt Stockholms. Hier lässt es sich wundervoll durch die alten Gassen schlängeln, an Souvenierläden vorbeizuschauen, am Stortorget einen Kaffee trinken und natürlich steht hier auch das royale Highlight: Der Königliche Palast.  Das Kungahuset kann man auch besuchen, die Öffnungszeiten variieren je nach Monat, ist mit 160 SEK aber nicht ganz günstig.

 

In Gamla Stan sollte man sich vor allem etwas berieseln lassen, außerdem ist die Altstadt generell nicht groß, man ist immer wieder schnell am Wasser oder an Brücken, vom Hafen im Süden aus fahren auch einige Fähren ab (Slussen Fährterminal), etwa nach Skeppsbron, Djurgården oder Strömkajen. Wer sich für deutsche Kultur in Schweden interessiert, kann die Tyska Kyrkan besuchen, die auch viele Veranstaltungen organisiert, vor allem für deutsche Auswanderer. Ebenfalls in der Altstadt finden sich das Nobelmuseet und das Postmuseet, die ich beide noch nicht besucht habe. Da der Palast gleich nebenan liegt, gibt es natürlich auch einiges royales, etwa das Royal Coin Cabinet, die Riddarholmskyrkan und das Riddarhuset.

Norrmalm

Wer Gamla Stan in die andere Richtung verlässt, vorbei am Königlichen Schloss, kommt zunächst auf die kleine Insel Helgeandsholmen, ehe die Riksbron, eine kleine Brücke, zur Drottningsgatan führt, der Einkaufsstraße im Zentrum von Stockholm. Die Straße zieht sich fast komplett durch den Stadtteil Norrmalm und bietet dabei das ein oder andere abwechlungsreiche an. So warten zu Beginn der Straße etwa das Medelhavsmuseet, das ich allerdings noch nicht besucht habe, und das Dansmuseet. Dort werden vor allem Kinder viel Spaß haben, aber auch alle Leute, die an verschiedenen Kulturen und Tanzstilen interessiert sind. Dort sind etwa Kostüme und Tanzoutfits von allerlei Kulturen ausgestellt, außerdem erfährt man mehr zur Geschichte des Tanzes und es gibt Wechselausstellungen zu bestimmten Themen. Das Museum hat dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 12 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet für Studenten 80, für Erwachsene ab 18 Jahren 120 SEK.

 

Westlich der Drottningsgatan liegt die Konstakademien, die königliche Kunstakademie. Dort verstellen verschiedene schwedische Künstler ihre Werke aus, außerdem gibt es eine große Bibliothek (dienstags bis donnerstags 13 bis 18 Uhr). Die Ausstellungen sind dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 12 bis 16 Uhr zu sehen. Östlich der Straße warten die Oper und der sehenswerte Kunsträdgården, ein großer Park, in dem im Winter eine Eislaufbahn aufgebaut ist. Drum herum gibt es allerlei Cafés und Bars. Wer sich für Kunst interessiert, macht auch einen Abstecher ins Kulturhuset am Sergels Torg. Dort sind auf verschiedenen Etagen wechselnde Ausstellungen zu sehen, die Themen sind vielseitig. Außerdem lässt sich Stockholm vom Café oben überblicken.

Östermalm

Das Leben im Stadtteil Östermalm spielt sich vor allem rund um den Karlaplan ab. Rund um den Platz lässt es sich nicht nur schön schlendern, hier sind auch allerlei Cafés und Shops angesiedelt, vor allem zwischen Humlegården, Östermalmstorg und Karlavägen. Das sportliche Leben der Stadt spielt sich hier ab, hier liegt nämlich das Stockholm Stadion.

 

Wer sich in Richtung der Kungliga Borgen, der königlichen Burg im Osten des Stadtteils begibt, findet nicht nur riesige grüne Parks, sondern auch einige Museen, etwa das Reichsportmuseum Riksidrottsmuseet, das Historische Museum Historiska Museet, das Technisches MuseumTekniska Museet, das Sjöhistoriska Museet - Seehistorische Museum, das Polismuseet - Polizeimuseum, und das Ethnografische Museum - Etnografiska Museum. Leider habe ich es bisher in keines der Museen geschafft, weshalb ich hier nur auf die Einrichtungen verlinken kann. Dort findet ihr mehr zu den Ausstellungen, den Öffnungszeiten und den Eintrittspreisen. Wer noch ein paar Schritte weiter geht, erreicht den rund 155 Meter hohen Fernsehturm, den Kaknästornet, an dessen Spitze sich eine Skybar mit Ausblick auf die Djurgårdsbrunnsviken befindet.

Djurgården

Die Insel Djurgården darf bei keinem Stockholm-Besuch fehlen. Hier ist es nicht nur wunderschön, auch fast alle wichtigen und tollen Museen sind hier angesiedelt. Da wäre zum einen das vielleicht schönste Museum für alle Junggebliebenen: Im Junibacken geht es um die Figuren und Geschichten von Astrid Lindgren. Die Kleinen (und Großen) können in der Villa Kunterbunt spielen und fahren in einem kleinen Wagen durch die Geschichten von den Brüdern Löwenherz, Kalle Blomqkvist und Co. Junibacken hat immer dienstags bis sonntags, im Dezember auch montags, von 10 bis 17 Uhr geöffnet, und kostet 159 SEK Eintritt für Erwachsene und 139 SEK für Kinder. Über den Tag verteilt gibt es auch immer wieder Theateraufführungen.

 

Nebenan liegt das Vasa Museet, in dem das Schiff Vasa aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt ist. Bei seiner Jungfernfahrt sank die Vasa im Hafen von Stockholm aufgrund von Windböen. Das Kriegsschiff war groß ausgestattet. In den 50er Jahren wurde es wieder aus dem Wasser gezogen und restauriert und wird nun im Museum ausgestellt. Das Museum hat meist zwischen 10 und 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet, im Sommer von 8.30 Uhr bis 18 Uhr, im Winter von 10 bis 15 Uhr. Ab 18 Jahren muss Eintritt gezahlt werden, 130 SEK (Studenten zahlen 110 SEK). Außer dem Schiff gibt es noch allerlei zur Geschichte und Seefahrt zu erfahren.

 

Wer die Natur mag und sich zudem für die Traditionen des historischen Schwedens interessiert, besucht das Freiluftmuseum Skansen. Dort lernt man mehr über altes Handwerk, über Lebensweisen und in welchen Hütten man wie lebte, was sich auch nach verschiedenen Regionen unterschied. So lernt man beispielsweise auch über die samische Kultur, eine Minderheit im Norden von Schweden, Norwegen, Finnland und Russland. Außerdem sind die im Norden heimischen Tiere in Skansen zu Hause, etwa Wolf, Elch, Luchs, Robben und Otter kann man im Tierpark sehen, es ist auch ein Aquarium integriert. Zu speziellen Anlässen wie Weihnachten oder Silvester gibt es eigene Feiern. Skansen hat sonst täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Kinder bis 15 Jahre zahlen 60 SEK Eintritt, Erwachsene 180 SEK.

 

Relativ neu ist das Abba-Museum, es wurde erst im Mai 2013 eröffnet. Es widmet sich in einer interaktiven Ausstellung - inspiriert vom Beatles-Museum in Großbritannien - dem Lebenswerk der schwedischen Popband Abba. Die Öffnungszeiten variieren nach Monaten, der Spaß ist auch nicht ganz billig, Kinder zwischen 7und 15 Jahren zahlen 95 SEK, Erwachsene 250 SEK. Das Aquaria liegt ebenfalls am Hafen, es handelt sich dabei um ein Museum rund ums Thema Leben in und am Wasser. Geöffnet hat es dienstags bis sonntags von 10 bis 16.30 Uhr. Es gibt verschiedene Ausstellungen zu verschiedenen Lebensräumen, etwa Regenwald oder Mangrovenwald. Der Eintritt kostet 120 SEK für Erwachsene, 80 Kronen für Kinder zwischen 3 und 15 Jahren.

 

Wer Kinder hat und mehr Zeit in Stockholm, hat mit Gröna Lund eine weitere Attraktion - die man übrigens schon von vielen Stellen der Stadt aus sieht, wenn man Richtung Djurgården blickt. Es handelt sich dabei um einen Freizeitpark mit Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften, allerdings werden dort auch Konzerte und Theater gespielt. Geöffnet ist meist ab nachmittags, der Eintritt liegt bei 115 SEK. Obwohl das eigentlich schon genug wäre für eine einzige Insel, so warten gleich noch zwei weitere Museen mit dem Nordiska Museet, das den Norden beleuchtet und dem Biological Museum. Ebenfalls befindet sich im Rosendals Slott ein royales Museum (bis 17 Jahre 50 SEK, Erwachsene 100 SEK). Das Schloss wurde im 19. Jahrhundert als Lustschloss erbaut, heute kann man es zum einen besichtigen und zum anderen im Schlossgarten spazieren gehen.

Skeppsholmen & Kastellhomen

Die kleine Insel Skeppsholmen erreicht man von Norrmalm aus über eine kleine, schöne Brücke, die Skeppsholmbro, die einen wundervollen Blick Richtung Gamla Stan und in die Wasser-Insel-Landschaft drum herum erlaubt. Ins Auge stechen das kleine rote Schlösschen mit seinen Türmen, das am Amiralitetsbacken 1 liegt, zu rechter Seite von der Brücke kommend. Auf der anderen Seite liegen etwa der Konzersaal Eric Ericsonhallen, aber auch die schönen Gebäude von Skärgårdsstiftelsen und dem Östasiatiska Museet, dem Ostasiatischen Museum mit Kulturgütern aus Japan, China, Indien und anderen ostasiatischen Ländern. Generell findet man viele Museen auf der kleinen Insel. Auch ohne einen Museumsbesuch lohnt sich Skeppsholmen aber auch, weil es einfach viele schöne alte Gebäude zu bestaunen gibt, dazu ist man immer direkt am Wasser, auch legen hier Schiffe ab. Um die Sammlung zu vollenden, ihr findet hier: Moderna Museet, das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst, das Armémuseum, also Militärmuseum, das Leksaksmuseet, also das Spielzeugmuseum. Außerdem sind auf Skeppsholmen die Kunstbibliothek mit ihrem Archiv und die Königliche Kunsthochschule anzufinden, wo ebenfalls regelmäßig Ausstellungen zu sehen sind.

 

Eine weitere kleine Brücke verbindet Skeppsholmen mit der noch kleineren Insel Kastellholmen. Sie ist auch nur per Schiff oder über Skeppsholmen zu erreichen. Dort steht die einstige Festung der Stadt, das Kastellet Stockholm. Es wurde im 17. Jahrhundert gebaut und ist in seiner jetzigen, roten Stein-Form, seit 1848 erhalten. Man kann durch den Burggarten schlendern oder zu Konferenzen und für Restaurants das Innere aufsuchen. Wer ohnehin in der Gegend ist, sollte einen Blick auf ein Gebäude mit dem Namen Skridskopaviljongen werfen, das heute ein Hotel beherbergt. Da das Hotel auf einem Hügel liegt, hat man einen tollen Blick über die Stadt.

Södermalm & Slussen

Södermalm ist sowas wie das Szene- und Inviertel Stockholms. Hier ist vor allem abends Leben. Rund um Mariatorget und den angrenzenden Park gibt es viele Lokals, Bars und Restaurants, etwa in den Straßen Swedenborgsgatan, Wollmar Yxkullsgatan, Hornsgatan und Roselundsgatan. Außerdem findet sich ein kleines Viertel mit Bars und Restaurants zwischen Skånegatan.

Auch rund um Slussen, das die Grenze zu Gamla Stan bildet, lässt es sich herrlich schlendern, dort warten am Abend auch ein paar Clubs. Im Debaser habe ich so manche Nacht durchgetanzt. Wobei ausgehen in Stockholm nicht ganz so günstig ist.

 

Ansonsten ist Södermalm ein sehr grüner Stadtteil mit vielen Parks. Sehenswert ist auch die Kirche Katarina Kyrka auf dem Katarina Platz und das Fotografiemuseum Fotografiska Museum, wo man auch selbst Fotokurse belegen kann.

Drottningsholm

Der Stadtteil Drottiningsholm liegt ziemlich außerhalb des Zentrums, und lohnt auch hauptsächlich, wenn man mehr Zeit hat und das Zentrum schon erkundet hat. Hier wartet ein royales Highlight, das Schloss Drottningholms Slott. Das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und kann auch von innen erkundet werdet. Seit 1981 lebt die schwedische Königsfamilie im Palast in Drottningsholm. Kinder zwischen 7 und 17 Jahren zahlen 65 SEK Eintritt, Erwachsene 130 SEK, in Kombination mit dem Kina Slott sind es 90 bzw. 190 SEK. Das Museum hat je nach Jahreszeit geöffnet, meist von 10 / 11 Uhr bis 15.30 / 16.30 Uhr, die Öffnungszeiten findet ihr auf der Website, die oben verlinkt ist. Es gibt auch täglich mindestens zwei geführte Touren.

 

Im großzügigen Schlosspark lässt es sich verweilen und spazieren gehen, sehenswert ist auch der kleine chinesischer Pavillion, Kina Slott genannt, im Park, genau wie das Schlosstheater. Wer sich ein wenig sportlich betätigen möchte, kann gegen das nötige Kleingeld im Golfclub aufspielen.

Vaxholm

Vaxholm ist eine kleine Insel in der Schärenlandschaft vor Stockholm, die man sowohl per Land, aber viel schöner auch per Boot erreicht. Die meisten Fähren aus Stockholm und dem Umland halten hier, weshalb Vaxholm ein sehr beliebter Tagesausflug der Schweden ist. Hier warten allerlei alte Gebäude, die ein wenig Bullerbü-Charme versprühen. Besonders im Frühjahr und Sommer blüht es zudem überall und es ist ein wundervoller Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Es gibt auch allerlei Shops, Spielplätze, Cafés und Restaurants. Im Sommer kann man auch baden.

 

Sehenswert ist auch die Festung, das Kastellet, das einst zur Bewachung der Hauptstadt diente. Gustav Wasa hat sie im 15. Jahrhundert errichten lassen, allerdings datiert die heutige Form aufs 19. Jahrhundert.


Täby

Täby ist eine kleine Stadt am Rande von Stockholm, die immerhin noch zum U-Bahn-Netz gehört. Wirklich viel Sehenswertes gibt es allerdings nicht. Da ich dort ein paar Monate als Kindermädchen gelebt habe, gebe ich dennoch mal ein paar Eindrücke von meiner Zeit vor Ort.

 

Täby Centrum ist heute das zweitgrößte Einkaufszentrum Schwedens. Was groß klingt, ist aber nicht so wahnsinnig überwältigend, zumindest 2007 gab es nicht sehr viele spezielle Läden. Heute findet man außer den typischen Läden a la H&M, Esprit, Glitter, Indiska, Vero Moda und Hollister unter anderem einen Disney Store und einen Victorias Secret Laden.

 

Wer etwas Naherholung sucht, findet diese am Rönningesjöen nahe des Stadtteils Gribbylund. Auf der einen Seite wartet das Strandbad Ängsholmsbadet mit einem fünf Meter hohen Sprungturm und einem Kiosk (im Sommer von 10 bis 18 Uhr geöffnet), auf der anderen Seite Skavlötens Friluftsgard och Badplats mit Grill- und Spielplatz, Umkleiden und Toiletten sowie einem Kiosk. An beiden Stellen kann man zum einen schön spazieren gehen, aber sich im Sommer auch mit einem kühlen Bad erfrischen. Hier findet man vor allem Familien mit Kindern. Auch Angeln ist hier erlaubt.

 

Dass Täby einer der reicheren Vororte ist, sieht man an den vielen ebenfalls vorhandenen Golfplätze (rund um Ullnasjöen gibt es gleich zwei und einen weiteren in Djursholm), an den Reithallen und Sportzentren. Bis 2016 gab es auch noch eine Galopprennbahn, die allerdings geschlossen wurde, als die neue Anlage im Norden von Stockholm eröffnet hatte. Dort sollen nun Wohnungen entstehen.

 

Ein wenig Historie sieht man in Täby Kyrkby, dort entstand einst die Stadt Täby, im heutigen Norden des städtischen Areals. Wie der Name schon sagt orientiert man sich an der Kirche, die Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde. Dort sind Kunstwerke von Albert Målare zu sehen. Aber auch das Gebäude an sich ist interessant, es handelt sich um eine Art Pyramide.  Das Gebiet von Täby Kyrkby umschließt zum Teil auch den Vallentunasjöen, einen sehr hübschen See zum Relaxen. Auf dem Weg von der Kirche zum See kommt man am Wikinger-Denkmal "Jarlabankes Bro" vorbei. Dabei handelt es sich nicht um eine Brücke, wie der Name vermuten lässt, sondern eher um einen Steg, den vermutlich Wikinger-Häuptling Jarlabanke Ingefastsson im zu Beginn des 11. Jahrhunderts anlegen ließ. Einige der Runen sind noch am ursprünglichen Ort erhalten.

 

Nebenan, schon zu Sollentuna gehörend, liegt das Naturreservat Södra Törnskogens, das 40 Meter über NN liegt. Hier finden sich schöne, bisweilen anspruchsvolle Wanderwege. Entlohnt wird man mit einer tollen Aussicht über die Gegend, denn im Naturreservat befinden sich die höchsten Berge der Kommune: Törneberget, Snuggtaskeberget, Tunberget und Länsmansberget. Erfrischung und Erholung findet man am See Snuggan.


Falun

Falun ist eine kleine Stadt rund 220 Kilometer von Stockholm entfernt, im nordöstlich der Hauptstadt gelegen. Falun ist bei Wintersportfans bekannt, denn hier wurden unter anderem in den Jahren 1954, 1974, 1993 und zuletzt 2015 Austragungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaften, also im Skispringen, Langlauf und in der Nordischen Kombination. Die Skisprunganlage ist deshalb auch eine der Sehenswürdigkeiten. Mit etwas Glück ist die Anlage in Betrieb und man kann auf den Schanzenturm hoch und über Falun schauen.

 

Ansonsten ist Falun eine alte Arbeiter- und Industriestadt, früher arbeiteten viele Einheimische in den Bergwerken und Minen. Die Grubenanlagen und die Arbeitersiedlungen gehören zusammen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Bergwerksmuseum Gruvmuseet an der Falu Gruva kann man selbst ausprobieren, ob man als Bergarbeiter Erfolg hätte, außerdem gibt es dort eine Sammlung an Münzen, Mineralien und Modellen zu sehen. Wer auch ins Bergwerk rein will, bezahlt 210 SEK (Kinder 80, Studenten/Senioren 180 SEK) für eine geführte Tour, die den Museumsbesuch beinhaltet. Wer sich nur auf dem Grubengelände und im Museum umschauen will, bezahlt  80 SEK, Kinder 40 SEK. Tickets gibt es im Besucherzentrum, die Öffnungszeiten, meistens 10 bis 15 oder 16 Uhr, findet ihr auf der Website, Link oben.

 

Im Ortskern findet sich vor allem schmale Gassen und schöne Kirchen. Rund um den zentralen Platz, Centralpalatset, finden sich einige Cafés und Bars, wo man auch die Abendstunden verbringen kann. Zwei Museen hat Falun zu bieten, zum einen das Dalarnas Idrottsmuseum, zum anderen das Dalarnas Museum. Im Sportmuseum geht es vor allem um die Entwicklung und Tradition des lokalen Sports und lokaler Sporthelden. Und die Geschichte ist lang, bereits 1792 wurde der erste Sportwettbewerb in Falun ausgetragen. Geöffnet hat das Museum werktags von 12 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Im Dalarna-Museum gibt es verschiedene Kunst- und Kulturausstellungen, es sind auch Musik, Filme und Videos zur Geschichte zu sehen. In einem Gemeinschaftsraum können sich alle Menschen, Anwohner wie Touristen, zusammen setzen und über Ideen sprechen. Das Museum hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende von 12 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. 

 

Ansonsten hat sich bei mir vor allem ein Bild eingeprägt: das Wasser. Falun liegt nämlich am See Runn, außerdem ist er umgeben vom Tisken See und vom Östanforsån durch die Stadt fließt zudem ein kleiner Fluss. Besonders im Sommer ist es hier schön. Und wer ein Mittsommerfest wie aus den Geschichten von Astrid Lindgren erleben will, ist hier genau richtig, beim traditionellen Aufstellen des Maibaums, dem Tanzen.


Borlänge

Borlänge werden die meisten wohl nicht kennen, außer, es sind Musikfans. Denn Borlänge gilt als so eine Art Mekka, unter anderem wegen des jährlich stattfindenen Peace & Love Festivals. Auch Musikgrößen wie Mando Dio kommen aus der Stadt 220 Kilometer nordöstlich von Stockholm, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Falun. Bekannt ist Borlänge auch für seine Tradition in Sachen Eisenbahn. Hier ist ein wichtiger Knotenpunkt, weshalb es auch einen fancy Bahnhof gibt. Das Pylonen Vägverkets Museum, das sich dem Verkehr in der Stadt widmet, ist allerdings seit 2012 geschlossen.

 

Ansonsten ist Borlänge eher unaufgeregt, allerdings gibt es durchaus ein paar Dinge zu entdecken. In der Stadt selbst ist der Sveatorget der zentrale Treffpunkt, hier gibt es genau wie rund um den Liljeqkvistska Parken auch Cafés, Bars und Shops. Wem das nicht genug ist, der kehrt im Einkaufszentrum Kupolen ein, das Gebäude fällt durch seine Dachkuppel auf.

 

Wer Wasser mag, hat vielfältige Möglichkeiten. Zum einen liegt Borlänge am Wasser, man kann sich dort also die Zeit mit angeln, aber auch golfen vertreiben. Zum anderen gibt es in den Maserhallen, einem Fitness- und Sportzentrum, das Erlebnisbad Aqua Nova, das montags bis mittwochs von 12 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags von 10 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr geöffnet hat. Der Eintritt kostet 80 SEK für Kinder ab drei Jahren und 115 SEK für alle ab 16 Jahren. Das Bad hat allerlei Spaßelemente wie Rutschen, einen Strömungskanal, eine Kletterwand und Whirlpools.

 

Wer eher auf Wasser steht, ohne selbst nass zu werden, besucht den Vattenparken Pylonendammen, einen Wasser-Naturpark. Auf Wanderwegen und einem Holzsteg geht es durch das moor- und sumpfartige Gebiet, vorbei an Wasserfällen, Dämmen und kleinen Seen, Flüssen und Fontänen. Auch viele Wasser- und sogar Raubvögel kann man hier beobachten. Bei meinem Besuch war der Wasserpark noch ohne Eintritt zu besuchen.

 

Auch in Borlänge gibt es ein paar Museen, wobei eines besonders hervorsticht, das sogenannte Zukunftsmuseum, zunächst bekannt als Framtidsmuseum, heute fungiert es unter dem Namen 2047 Science Center. Dort geht es um die Welt im Jahre 2047. Da das Museum schon 30 Jahre alt ist (Stand 2017), wagte man damals einen weiten Blick in die Zukunft und überlegte, wie die Realität dann aussehen könnte. Vor allem geht es um die Bereiche Technik und Naturwissenschaften. Geöffnet hat es werktags von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende von 10 bis 15 Uhr, Erwachsene zahlen 100 SEK, Kinder 60 SEK.

 

In der Abenteuergrube, der Äventyrsgruvan Tuna Hästberg, wird der Untergrund untersucht, es geht etwa um versteckte und geheime Tunnel und Räume aus dem 15. Jahrhundert entdeckt. Die Höhle erreicht man über Leitern und abgesichert mit Seilen. Es gibt verschiedene Arten, die Höhlen zu erkunden, man kann dort beispielsweise auch tauchen. Eine einfache Führung kostet 190 SEK für Erwachsene und 70 SEK für Kinder unter 18 Jahren.

 

Eine Art Heimatmuseum ist der Tunabygdens Gammelgård, wo es beispielsweise alte Bauernhäuser und altes Handwerk oder traditionelle Tänze zu sehen gibt. Einen Veranstaltungskalender mit Eintrittspreisen gibt es auf der Website. Außerdem gibt es noch das Fabrikmuseum CTH-fabriksmuseum, in dem es um Hüte und andere Kopfbedeckungen sowie um altes Handwerk geht, und das Jussi Björlingmuseet, das sich dem Leben und der Musik des lokalen Opernsängers widmet, sowie das Geologische Museum, Geologiska museet, am Liljeqvistska Parken, in dem allerlei verschiedene Mineralien und andere und Fossile zu sehen sind.


Göteborg

Göteborg hat sich mir nicht unbedingt besonders sehenswert gezeigt, was allerdings auch an der Jahreszeit liegen kann, zu der ich dort war: Im Februar, es war kalt, nass und grau. Generell liegt die Stadt am Wasser, denn zahlreiche Kanäle durchziehen Göteborg. Mit den speziellen Booten, Paddan, kann man das Zentrum zu Wasser erkunden.

 

Es gibt ein paar besondere Merkmale der Stadt. Zum einen wären da die historischen blauen Straßenbahnen, aber zum anderen gibt es einen Ort, der für Göteborg steht: der Lippenstift, Läppstift genannte Turm am Hafengebiet Lilla Bommen. Dabei handelt es sich eigentlich um ein Hochhaus, den Skanskaskrapa, das unten rot, in der Mitte weiß und bei der abgerundeten Spitze wieder rot ist. In der obersten Etage gibt es ein Café mit einer Aussichtsplattform, Göteborgs Utkiken genannt, von der aus man über die Stadt blicken kann. 40 SEK kostet der Ausblick, mit dem Göteborgpass ist er kostenlos.  Ebenfalls am Lilla Bommen liegt das Schiff Viking aus dem Jahr 1906, dem größten in Skandinavien gebaute Windjammer. Die Viking ist gleichzeitig Hotel und Museumsschiff.

 

Die Altstadt lässt sich auch gut zu Fuß erkunden. Das Zentrum liegt am Gustaf Adolfs Torg, wo auch eine Statue an den Gründer der Stadt erinnert. Ganz in der Nähe findet sich das Kronhuset, das älteste Haus der Stadt aus dem 17. Jahrhundert, sowie die Fischmarkthalle am Wallgraben, Feskekörka genannt, da es sich um den Nachbau einer Kirche im gotischen Stil handelt. Sehenswert ist auch die Domkyrkan, die Domkirche. Drum herum gibt es auch allerlei Cafés und Bars. Die typische Kaffeehauskultur, für die Göteborg bekannt ist, findet man vor allem im Stadtteil Haga, südwestlich der Altstadt, aber zu Fuß zu erreichen.

 

Wer mehr auf Spaß steht oder Kinder dabei hat, ist in der Ecke vom Liseberg gut aufgehoben. Dabei handelt es sich um den größten Vergnügungspark Skandinaviens. Der Eintritt ist mit 455 SEK nicht gerade günstig, allerdings sind dann auch alle Attraktionen beinhaltet (man kann für 100 SEK auch einfach ein bloßes Eintrittsticket erwerben, ohne Fahrgeschäfte). Liseberg ist nicht nur was für kleine Kinder, denn hier stehen ein paar der spektakulärsten Achterbahnen Skandinaviens, etwa das 2017 eröffnete Loke, eine Art Hammer, und die Achterbahn Helix. Auch für ruhigere Gäste ist was dabei, etwa eine Fahrt mit den Teetassen, eine Fahrt im Drachenboot oder mit dem Riesenrad.

 

Direkt nebenan liegt das Science Center Universeum, ein naturwissenschaftliches Museum mit einem Aquarium und einem Nachbau der Tropen. Das Center hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und kostet für Besucher zwischen 3 und 16 Jahren 135 SEK, für Erwachsene 190 SEK. Es gibt verschiedene Themenbereiche, etwa ein Aquarium mit verschiedenen Fischen, einen Regenwald mit Tieren und Pflanzen, eine Technikabteilung, wo man selbst forschen kann, einen Gesundheitsbereich, wo Bewegungsgeräte zum Ausprobieren bereit stehen und einen Bereich, wo es um den Weltraum geht. Außerdem sind gefährliche Tiere wie Schlangen und Repilien zu sehen, der Weg des Wassers kann nachempfunden werden und es gibt eine Ausstellung über verschiedene wissenschaftliche Berufe.

 

Wer das grüne Göteborg erleben will, vertreibt sich Zeit in einem der Parks, etwa dem Bältespännarparken oder dem Kungsparken. Dort gibt es auch die Möglichkeit für einen Abstecher ins Palmhuset. Der Besuch ist kostenfrei und von 10 bis 18 Uhr (im Sommer bis 20 Uhr) möglich.  Der Schlosswald, Slottsskogen, befindet sich rund zwei Kilometer südwestlich vom Stadtzentrum und lohnt ebenfalls vor allem für Familien. Es gibt dort in großen Gehegen einheimische Wildtiere zu sehen, darunter Elche. Bei meinem Besuch gab es gerade Nachwuchs, was sehr schön anzusehen war. Es gibt auch sonst allerlei zu entdecken, etwa Spielplätze, Volleyballplätze und eine Minigolfanlage. Noch besser. Der Eintritt ist frei. Im Slottsskogen liegt auch das Naturhistorische Museum, das 40 SEK Eintritt kostet für alle Leute, die älter als 25 Jahre sind.

 

Ebenfalls sehenswert ist die Uni mit ihrem historischen Gebäude und das 1994 errichtete Opernhaus mit der imposanten Fassade. Museumsschiffe sind im Maritima Centrum zu erkunden, dazu gibt es ein Stadtmuseum, ein Seefahrtsmuseum und das Designmuseum Röhsska. Diese Museen habe ich aber allesamt nicht besucht und kann daher auch nicht sagen, ob ein Besuch lohnt. Als Kulturzentrum dient der Götaplatsen, die angrenzende Kungsportsavenyn ist Schicki-Micki-Gebiet. Dort findet sich auch das Kunstmuseum, das Konzerthaus und das Staatstheater.


Umeå & umzu

Umeå war im Jahr 2014 Kulturhauptstadt. Das kommt natürlich nicht ohne Grund. Zum einen ist die Stadt im Norden Schwedens für zahlreiche Museen bekannt, zum anderen auch für seine Musikszene. Besonders Hardcorebands, etwa Refused oder The Persihers kommen von hier. Auch Stief Larsson und Eva Dahlgren haben ihre Wurzeln in Umeå.

 

Umeå ist keine große Stadt, hat aber doch einige Sehenswürdigkeiten. Das am Fluss Ume Älv gelegene Rathaus in seinen roten Farben ist etwa sehr hübsch anzusehen. Rund um die Fußgängerzone Kungsgatan findet man allerlei kleine Shops und große Ketten. Gemütlich schlendern lässt es sich am Ufer des Ume Älv, an der Västra Strandgatan in beide Richtungen. Immer wieder warten viele schöne grüne Plätzen, etwa rund ums Rathaus. Beim Spaziergang sollte man auch einen Blick auf die Gamla bron, die alte Brücke, werfen, die aus dem Jahr 1863 stammt und wie der Name schon vermuten lässt, die älteste der Stadt ist. Als kunsthistorisch wertvoll gilt das Gebäude Gamla Bankhuset, das alte Bankhaus, das im Jahr 1877 im Neorenaissance-Stil errichtet wurde. Ähnlich alt ist auch die Stadtkirche (1894) wie das Hafengelände rund um Von Ahnska Magasinet.

 

Ebenfalls am Fluss gelegen, findet man das kostenlose Kvinnohistoriskt Museum, dem Frauenhistorischen Museum, in dem es etwa um den Zusammenhang von Geschlecht und Macht und die Geschichte der Frauenrechte geht. Geöffnet hat es von Juni bis August dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags bis 15 Uhr, sonst dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis 19.30 Uhr, und am Wochenende von 12 bis 16 Uhr. Wer einkehren möchte, tut dies beispielsweise im Restaurang Båten, einem Boots-Restaurant, oder für weniger Geld in der Cafeteria der Universitätsbibliothek neben dem Kvinnohistoriskt Museum.

 

Generell hat Umeå in Sachen Museen einiges zu bieten. Es gibt etwa den Skulpturenpark Umedalen, in dem seit 1994 33 Skulpturen zu finden sind, da es sich um einen öffentlichen Park handelt, kostet es keinen Eintritt. Das Freilichtmsueum Gammlia mit dem Provinzmuseum Västerbottens Museum zeigt, wie das Leben im historischen Västerbotten ausgesehen haben könnte. Zu sehen gibt es außer ein paar Tieren eine alte Kirche, ein Herrenhaus, eine Windmühle und ein Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert. Der Eintritt ist frei, geöffnet hat das Museum dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 17 Uhr. Außrdem gibt es noch das Museum für Gegenwartskunst Bildmuseet und seit 2014 gibt es auch ein Gitarren-Museum, das sich ganz dem Instrument und vor allem dem Lebenswerk der Brüder Åhdens widmet.

 

Ich war nur kurz in Umeå und habe dort Freunde besucht. Sie haben ein Haus direkt am Nydalasjöen, weshalb wir viel Zeit dort verbracht haben. Ich war Ende Februar, Anfang März dort und der See war noch gefroren. Darauf lag nicht nur Schnee, es gab auch ein richtiges Loipen-System, sodass wir dort langlaufen waren und auch mit Kind und Hund im Schnee gespielt haben. Man kann dort auch grillen. Generell gibt es in und um Umeå viele Möglichkeiten, sich in der Natur auszutoben, etwa durch Naturreservate, Wanderwege oder eben Loipen.

 

Nicht weit weg ist auch die Küste mit ihrer Schärenlandschaft, Ansammlungen von kleinen flachen steinigen Inseln. Wir waren etwa in Holmsund und Villanäs unterwegs, von wo aus man einen schönen Blick hat. Wanderwege führen auf eine Anhöhe mit Blick über das Wasser und die Schärenlandschaft. Unterwegs lässt es sich auch gut einkehren, etwa mit Grill, Lagerfeuer und Stockbrot.

 

Einen Ausflug wert ist auch das Älgens Hus in Bjurholm, das etwa 70 Kilometer von Umeå entfernt liegt. Dabei handelt es sich um den ersten Elchpark Europas. Dort leben unter anderem verschiedene Elche, es wird über das Leben der Tiere informiert, es gibt einen Rundgang über die Lodge und zudem ein umfassendes Aktivprogramm. Man kann hier Schneescooter- oder Quad-Touren machen, (Eis)fischen, Paintball spielen und zu Kanu- und Boottouren aufbrechen. Der Eintritt kostet 65 SEK für Kinder zwischen drei und zwölf Jahren, darüber 130 SEK. Der Rundgang im Museum sowie ein Informationsfilm sind in den Kosten inkludiert, Aktivitäten kosten etxra.


Vindelen

Einer der landschaftlich schönsten Ausflüge kann man in Richtung der Kleinstadt Vindeln unternehmen, genauer gesagt geht es an den Fluss Vindelälven, den viertlängsten Fluss Schwedens, nach Mårdseleforsen, rund 120 Kilometer nordöstlich von Umeå. Wer Glück hat, sieht auf der rund anderthalbstündigen Fahrt Elche und Rentiere, wie wir es taten. Man sollte auf jeden Fall vorsichtig fahren, da die Tiere gerne auch auf der Straße spazieren gehen. 

 

Zurück nach Mårdseleforsen, dort gibt es eine wundervolle Landschaft durch die Stromschnellen des Flusses. Man kann das Auto am Parkplatz beim Mårdseleforsens Café und Restaurang parken und von dort aus die Gegend erkunden. Auf ungefähr zwei Kilometern Weg überwindet das Wasser ingesamt 17 Höhenmeter, was für wundervolle Naturschauspiele sorgt. Besonders beeindruckend war es auch im Winter, da zwar Teile des Flusses gefroren waren, aber die Stromschnellen durch ihre Wucht natürlich nicht. Eine fast surreale Winterlandschaft, die an den Disneyfilm "Die Eiskönigin" erinnert. Entlang des Flusses gibt es - auch im Winter - kleine Wanderwege. Unterwegs warten Hütten und Bänke, es gibt Plätze für Lagerfeuer und zum Grillen. Im Sommer kann man hier auch angeln. Kleine Hängebrücken führen an verschiedenen Stellen über den Vindelälven. Wer nicht draußen essen möchte, kehrt im Café ein, das täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet hat.

 

Vindeln hat übrigens nicht nur die rund 70 Kilometer entfernt liegenden Stromschnellen als Attraktion zu bieten, sondern auch den Vindelns Hembygdsgård, ein Freilichtmuseum mit 15 alten Gebäuden, meist aus dem frühen 19. Jahrhundert.


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